Warum Donut Wien?

Kate Raworth‘s Doughnut Economics

Die Donut-Ökonomie (Doughnut Economics) wurde von der britischen Ökonomin Kate Raworth entwickelt. Dieses Modell fordert ein neues wirtschaftliches Denken, das über die reine Messung des Bruttoinlandsprodukts hinausgeht. Es verfolgt das Ziel, ein gerechtes und nachhaltiges Wohlstandsmodell zu schaffen, das sich innerhalb der planetaren Grenzen bewegt.

Der Kern des Konzepts ist der „sichere und gerechte Raum für die Menschheit“, der in Form eines Donuts veranschaulicht wird. Die äußere Begrenzung stellt die ökologische Belastungsgrenze dar, bestehend aus neun Dimensionen. Nach innen schließt ein soziales Fundament, das durch zwölf Dimensionen gekennzeichnet ist, den Bereich ab und gewährleistet somit die notwendige soziale Basis für Wohlstand.

Wir sind überzeugt, dass dieses Konzept der notwendige Kompass für einen systemischen Wandel ist.

Städte sind ideale Reallabore für Alternativen. Mehr als 70 Städte, Gemeinden und Regionen weltweit setzen bereits auf das Donut-Modell. In Europa zählen unter anderem Amsterdam, Barcelona, Brüssel, Kopenhagen und Grenoble zu den Wegbereitern und nutzen die Donut-Ökonomie bereits für ihre Entscheidungsfindung und Städtepolitik.

Mit 2 Millionen Einwohnern, einem Viertel der Bevölkerung Österreichs, kann dieses alternative Modell nicht nur Wien dabei helfen, eine faire und gerechte Stadt zu werden, die allen ein gutes Leben innerhalb der planetarischen Grenzen ermöglicht. Es ermöglicht auch neue politische Strukturen, Organisationsformen, Eigentumsmodelle oder demokratische Prozesse zu erproben, um als Beispiel für die Implementierung in anderen Städten und Regionen Österreichs zu gelten.